Freitag, 24 März 2017 16:27

Exkursion ins Heeresgeschichtliche Museum

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Die Ausstellung, die die 5b im Heeresgeschichtlichen Museum besuchten, drehte sich rund um das Thema Kindersoldaten. 

Die Führung begann mit dem 30 jährigen Krieg (1618 – 1648). In diesem gab es laut einigen Aufzeichnungen auch die ersten Kindersoldaten, also das Kinder auch wirklich an der Front gekämpft haben. Der 30 jährige Krieg war einer der brutalsten Kriege die es je gab, mit ca. 6 Millionen Toten, darunter viele Frauen und auch Kinder, da sich ja auch viele Kinder aktiv am Krieg beteiligten. Nach dem 30 jährigen Krieg bekamen wir von unserem Führer einiges vom 2. Weltkrieg (1939 – 1945) zu hören. Im bisher größten, globalen Krieg, dem 2. Weltkrieg, war die Anzahl der Kindersoldaten, verglichen mit dem 30 jährigen Krieg, um einiges größer. Grund dafür waren unter anderem die von Hitler geförderten Projekte BDM (Bund deutscher Mädel) oder HJ (Hitlerjugend). Hitler förderte gezielt die Jugend, da er erkannte, dass die Jugend die Zukunft sei. In der sogenannten Hitlerjugend wurden Burschen ab dem 10. Lebensjahr gezielt auf den Krieg ausgebildet, unter anderem zählte auch der Umgang mit Waffen zu dieser Ausbildung. Wer dieser Organisation nicht beiwohnte wurde verspottet und als Feigling bezeichnet. So wurden zum Ende des Krieges immer mehr Kinder in Flaktürmen stationiert, als die Alliierten immer weiter vordrangen.

Anschließend befassten wir uns dann mit dem Süd Sudan. Zuerst wurde uns einiges zur derzeitigen politischen Situation und dem Bürgerkrieg erklärt, dann haben wir einiges zur Abspaltung des Süd Sudans vom Sudan 2011 und dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2013 gezeigt bekommen. Präsentiert wurde uns dieses Thema von einem Mann, der selbst im Bürgerkrieg mitgekämpft hat. Abschließend erzählte uns ein Flüchtling aus dem Süd Sudan seine Geschichte.

Er war als Kind selbst im Krieg aktiv. Ihm gelang es aber, dem Krieg den Rücken zu kehren. Er besuchte eine Schule, flüchtete aus seinem Land und ging später in die Niederlande und studierte dort Jura. Jetzt hat er sich in Österreich ein friedliches Leben aufgebaut und will Menschen auf die Lage im Süd Sudan aufmerksam machen. Meine Meinung: Für mich war es teilweise erschütternd, was ich da alles gehört habe. Ich wusste schon, dass es Organisationen wie „Bund deutscher Mädel“ oder „Hitlerjugend“ gab, allerdings was für ein Ausmaß diese Organisationen hatten und was da wirklich passiert ist wusste ich noch nicht detailliert. Ich finde es absurd und pervers, dass man einem zehn jährigen Bub den Umgang mit Waffen lehrt und ihn in den Krieg schickt. Ich bin jetzt 15 Jahre, und könnte mir absolut nicht vorstellen, mit einem Maschinengewehr in der Hand im Krieg zu kämpfen. Und ich könnte mir schon gar nicht vorstellen, auch wenn es im Krieg ist, Menschen zu töten, oder durch Schüsse zu verletzten. Wenn ich die vielen Kinder wenigstens nicht an die vorderste Front schicken, sondern ihnen Arbeit „hinter der Kulisse“ gebe. Auch das ist für mich natürlich schrecklich, aber noch in kleinster Art und Weiße verständlich, doch so junge Menschen , die noch ihr ganzes Leben vor sich haben, an die Front zu schicken, ist für mich unvorstellbar. Bei dieser Ausstellung habe ich wieder mal gesehen, wie froh ich bzw. wir alle sein können, in Österreich geboren zu sein und leben zu dürfen, (relativ) weit weg von Krieg.

Mag. Dieter Taus bedankt sich bei Bernhard Schmid, 5d, für diesen Bericht

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  • TitleTag: Kindersoldaten
Gelesen 149 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 12 April 2017 07:31