BG/BRG Schwechat

Mi.
08.09. 2010
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Home Aktivitäten Berichte von Lehrern Tag der offenen Tür beim Grabungsfeld Wiener Straße

Tag der offenen Tür beim Grabungsfeld Wiener Straße

AusgrabungWienerSt_500

Im Zuge der Planung von Gemeindewohnbauten in der Wiener Straße, ordnete das Bundesdenkmalamt (BDA) zunächst eine wissenschaftliche Untersuchung des Gebietes an, an dem nach bisherigen Forschungen – vor allem von Johann Ableidinger († 1941) – das ehemalige römische Alenkastell Ala Nova für 500 Reiter gelegen hat.

Die Ausgrabungen begannen bereits Anfang des Jahres und werden mindestens bis Ende 2010 andauern. Der Bevölkerung war es am Dienstag, den 22. Juni, möglich die Stätte zu besichtigen und sich von den dortigen Archäologen bezüglich des Reiterlagers und deren Arbeit zu informieren. Insbesondere wurden Schulklassen eingeladen; so auch die 7C des BG & BRG Schwechats unter Begleitung von Herrn Prof. Taus.

 

Neben dem eigentlichen Grabungsfeld, wo ein Einblick in die Methoden der Archäologen sowie ein Überblick über den bisherigen Fortschritt der Arbeit gestattet war – inklusive Pläne, die die Aufteilung der Fundstücke nach Jahrhunderten aufzeigten – war noch ein Raum in der Wiener Straße 29 einsehbar, in dem Funde aus dem Gräberfeld am Frauenfeld, wo letztens ebenfalls gegraben wurde, ausgestellt waren. Interessante Vorträge und als Römer verkleidete Beteiligte sorgten für ein Hautnah-Erlebnis.

 

Das Kastell Ala Nova selbst wurde vermutlich im späten 1. Jahrhundert als Holz-Erde-Lager gegründet. Anfang des zweiten Jahrhunderts wurde es wahrscheinlich als rechteckig ummauertes Kastell ausgebaut. Die Fläche des einstigen Reiterkastells verteilte sich vermutlich auf das Areal des heutigen Alanovaplatzes, den Friedhof und das Brauereigelände im Stadtteil Klein-Schwechat. Ala Nova war ein strategisch wichtiger Stützpunkt um das Gebiet zwischen Vindobona und Carnuntum besser abzusichern. Die Archäologen hoffen, dass mit diesen Ausgrabungen genauere Aussagen getroffen werden können.

 

Stephan Wastyn, 7c

 
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